Die goldenen Regeln bei der Auswahl der richtigen Krawatte

krawattenfarben

In der Tat ist es stets eine heikle Angelegenheit, die richtige Wahl der Krawattenfarbe zu treffen. Vorrangig hängt sie von drei Faktoren ab: dem persönlichen Geschmack, der Farbe des restlichen Outfits und dem Anlass. Grundsätzlich sollte man sich zunächst überlegen, ob die Krawatte farblich im Kontrast zu Hemd und Anzug oder ob sie den gleichen Farbton wie das Hemd haben sollte. Weiterhin spielt es eine Rolle, ob die Krawatte einfarbig oder mit einem Muster oder Motiv versehen ist. Die Krawattenindustrie bringt jedes Jahr unzählige neue Modelle heraus, die immer wieder neue Farben und Farbkombinationen beinhalten. Doch auch in Sachen Form und Design hat der Markt einiges zu bieten. Die jeweiligen Stilvorgaben sollte man daher genau kennen:

Schmale Krawatten sollten auch nach Möglichkeit nur von schmal gebauten Menschen getragen werden, da man seine Figur mit einem XS-Binder extrem betont. Als kaschierende Alternative stellt sich beispielsweise die Schalkrawatte heraus, die mit ihren auseinanderfallenden Enden mühelos kleine Problemzonen verdeckt. Außerdem wirkt sie sehr edel und hochwertig.

Bei Krawatten mit Mustern ist in der Theorie alles erlaubt. Dennoch gilt: Je lustiger ein Krawattenmotiv zu sein scheint, desto unauffälliger ist meist der Träger. Diagonal verlaufene Streifen oder Karos gehen hingegen immer, wobei kleine Karos noch vornehmer wirken als große.

Wissenswertes über die Krawatte

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Bereits seit 1965 zeichnet das Deutsche Krawatteninstitut zusammen mit dem Deutschen Institut für Herrenmode und der KölnMesse den Krawattenmann des Jahres aus. Ausgewählt wird der Krawattenmann des Jahres aus allen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die ihr Erscheinungsbild mit Hilfe einer Krawatte besonders stilvoll unterstreichen konnte. In den Anfängen zählten Hans-Joachim Kuhlenkampff und Roy Black zu den Preisträgern, doch auch zahlreiche Politiker wie etwa Willy Brandt und Walter Scheel wurden mit diesem reis ausgezeichnet.. Später kamen berühmte Persönlichkeiten wie Günther Jauch, Guido Westerwelle und Götz Alsmann hinzu. Zu den letzten Preisträgern gehören unter anderem Christian Wulff, Roger Cicero sowie Henry Maske.

An Weiberfastnacht ist es in vielen Karnevalshochburgen üblich, Männern die Krawatte abzuschneiden. Bereits mehrfach mussten sich Gerichte mit verschiedenen Fällen zum gleichen Thema damit beschäftigen, ob dem Kläger, also dem gebeutelten Krawattenträger, Schadenersatz zusteht. Nicht selten kannten sich Kläger und Angeklagter zuvor nicht einmal. Willigt der Kläger dem Abschneiden der Krawatte nicht zu, so kann er im Nachhinein Schadenersatz fordern. Schließlich liegt in so einem Fall eine rechtswidrige Eigentumsverletzung vor. Besonders, wer außerhalb der Karnevalshochburgen jemand Fremdem den Schlips abschneidet, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Anders sieht es aus, wenn diese so vielseits beliebte Tradition innerhalb der Familie oder bei der Arbeit in Städten wie zum Beispiel Köln, Düsseldorf oder Essen ausgeübt wird.